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Kammerarbeit

Politik

Es ist kein Selbstläufer, in der Politik für eine wohnortnahe pharmazeutische Versorgung zukämpfen. Da hilft ein klarer Kompass, um nicht Sirenengesängen zu erliegen oder erschöpfteinzuknicken. Die in der Verantwortung stehenden Mitglieder unserer Liste standen immer für eineundogmatische Diskussion mit der Politik. Allerdings ist für uns die Gleichpreisigkeit keinVerhandlungsgegenstand. Faule Kompromisse mit gedeckelten Boni für ausländische Versenderhaben wir von Anfang an kategorisch abgelehnt. Auf Landesebene gelingt uns, diese Sicht in diePolitik hinein ohne Flurschaden zu kommunizieren. Die meisten (Fach-)Politiker teilen diese Sicht.

 

Das große Ganze- Weiterentwicklung unseres Berufsbildes

Unsere Listenmitglieder, die im Vorstand und Präsidium im Ehrenamt Verantwortung tragen,haben in der Apotheke Bodenhaftung behalten. Präsident Belgardt hat zu Kosten und Nutzen von pharmazeutischer Betreuung promoviert. Er und die Kollegen*innen wissen, welchen Aufwand Beratungsdienstleistungen machen und dass die Vergütungsbäume für Dienstleistungen nicht in den Himmel wachsen. So können sie die von Minister Spahn in den Raum gebrachten 240 Mio.€ einordnen. Die wirtschaftliche Grundlage der Apotheken bleiben auf absehbare Zeit die 8,35€ zzgl. Nanofo der AmPV. Auf dieser Basis bringt sich die Berliner Kammer in der Bundesapothekerkammer ein, wo die Grundlagen neuer Dienstleistungspakete entwickelt wurden und werden. Es gibt keine Denkverbote in unserer Kammer! Gleichwohl bewerten wir - Selbständige wie Angestellte - jeden Vorschlag durch die Brille unseres freiberuflichen Selbstverständnisses!

 

Mitgliedsbeiträge

Die Kammer übernimmt Aufgaben, die ansonsten der Staat übernehmen müsste und bezahlt diese auch noch mit Mitgliedsbeiträgen. Daraus resultiert das Privileg der Selbstverwaltung. Wir als Mitglieder des Vorstandes bzw. Delegierte, die den Haushalt beschließen, fühlen uns zu sparsamster Haushaltsführung verpflichtet. Dies fängt bei der Beitragsgestaltung und Erhebung an. Es gilt immer die Balance zwischen bürokratischem Aufwand, Nutzung der Kammerangebote und Leistungsfähigkeit der Mitglieder zu halten. Die von unserer Liste entwickelte Beitragsordnung ist aus unserer Sicht die beste Annäherung. Gutes kann aber noch besser werden. Wir wollen Rentner ohne Einkommen aus pharmazeutischer Tätigkeit beitragsfrei stellen. Die bisherigen Beiträge decken kaum die Kosten der Beitragserhebung. Eine Anhebung auf Angestelltenniveau verbietet sich. Zum Hintergrund muss man wissen, das man nach Berliner Kammergesetz die Kammer als Rentner nur verlassen kann, wenn man seine Approbation zurück gibt. Angestellte Kollegen*innen in der Verwaltung und der Industrie verdienen häufig deutlich mehr als Angestellte und manche Leiter*in in der öffentlichen Apotheke. Aber auch hier würde aus unserer derzeitigen Sicht bei einer Beitragsdifferenzierung nach Einkommen der bürokratische Aufwand mit Einkommensnachweis den (Gerechtigkeits-) Ertrag übersteigen. Bei den Leiterbeiträgen berücksichtigt die Kammer mit unserer Mitwirkung seit Jahren den relativ ertragsschwachen überproportionalen Anstieg der Hochpreiser.

 

Kammerverwaltung digital

Das neue Kammerprogramm ist beauftragt. Die notwendige vorangegangene Datenschutzfolgeabschätzung hat keine Probleme gezeigt. Das Programm läuft bereits in der Kammer Westfalen und in der Kammer Hamburg wird es gerade installiert. Zusammen mit der Kammer Hamburg entwickeln wir unser System der Dokumentation der Fortbildungspunkte weiter- weg von Karten hin zu einer modernen webbasierten Lösung. Das Papierlose Büro bleibt vorerst Theorie, aber viele Verwaltungsvorgänge wie z.B. An- und Ummeldungen werden online eingegeben. So machen wir Verwaltung effizienter.

 

QM Digital

Die Zertifizierung von QM Systemen nach ISO durch die Kammer wird beendet, die Zeit ist darüber gegangen. QM nach Apothekenbetriebsordnung ist der Standard. Die Kammer hat umfangreiche Fortbildungen angeboten und wird das weiter tun. Das Wissen und die Kompetenz zu QM soll in den ehrenamtlichen Strukturen der Kammer (Auditoren) erhalten bleiben. Neue Formate wie Peer Review werden getestet. Um es den Apotheken so leicht wie möglich zu machen, bietet die Kammer den Zugang zu einer digitalen Handbuchlösung an. Wie beim Kammerprogramm machen wir nicht alles alleine, sondern nutzen Synergien mit anderen Kammern und sparen eigene Entwicklungskosten.

 

Labor und Rezeptur

Nur wer es nicht hat, hat einen Grund dessen Abschaffung zu fordern. Ähnlich verhält es sich mit der Rezeptur. Rezeptur stellt unseren Beruf nach außen fassbar als eine Profession dar, die vor Ort nicht einfach ersetzbar ist. Auch wenn wir uns keinen Krisenfall vorstellen wollen, ist es immer auch ein wichtiges und richtiges Argument, dass Apotheken immer im Labor Stoffe kontrollieren können und in der Rezeptur notfalls viele Arzneimittel herstellen können. Eine Zentralrezeptur ist keine Lösung. Da Rezepturen individuell sind, gibt es keine Skalenvorteile. Die sichere flächendeckende Versorgung beruht auf dezentralen Strukturen und mögliche Fehler potenzieren sich nicht durch die Kumulation an einem Standort. Diese Meinung hindert uns nicht daran, dass wir für kollegiale Kooperation kämpfen. Ein erstes Beispiel ist das Leihangebot für das MIR. Hier hat der Berliner Apotheker-Verband unter Mitwirkung unserer Listenmitglieder teure Technologie für alle zugängig gemacht.

 

Fortbildung

Die Nachfrage nach Fortbildung ändert sich. Dank der ehrenamtlichen Strukturen unserer Kammer wissen das die Verantwortlichen Kollegen*innen, die selber meist in Apotheken tätig sind, am besten. Es werden mehr (halb-) Tages Fortbildungen angeboten. Die Themen orientieren sich an den Anforderungen der Praxis. Auch in der Fortbildung ermöglicht die Zusammenarbeit mit anderen Kammern die Bereitstellung von neuen Online Formaten wie z.B. Webinare.

 

Weiterbildung

Der Fachapotheker*in schien aus der Mode gekommen sein. Mittlerweile erfreut sich dieses Format einer wachsenden Beliebtheit, verbindet es doch die Verpflichtung zur Fortbildung mit einer professionellen persönlichen Entwicklung. Vorstand und Delegiertenversammlung hatten die Weiterbildung durch Stipendien überJahre gefördert. Selbstredend hilft natürlich eine solche professionelle Entwicklung in der politischen Diskussion.

 

Rente/ Versorgungswerk

Unser Versorgungswerk ist eines der wenigen Werke, dass noch immer eine Verzinsung des Kapitals von 4% ermöglicht. Wo gibt es sonst noch mündelsichere Anlagen mit dieser Verzinsung. Das kam nicht von selbst, sondern ist das Ergebnis von engagiertem Ehrenamt und professioneller Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Übertreibungen in guten Zeiten haben wir vermieden und so haben wir noch genügend Reserven. Ehrenamt in der Verantwortung heißt auch, ein Gefühl für die Bedürfnisse der Kollegen*innen zu haben. Deshalb haben wir die Einführung der Teilrente unterstützt. Eine Teilrente, die wirklich einen gleitenden Übergang in die Rente realistisch ermöglicht.


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